Die Energiekosten sind ein Thema, das heute so gut wie jeden beschäftigt, denn die Preise für Gas und Strom steigen. Ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht, im Gegenteil. Es steht zu befürchten, dass die Verbraucher in den nächsten Jahren immer tiefer in die Tasche greifen müssen, wenn sie Energie nutzen möchten. Da das moderne Leben aber ohne Energie gar nicht mehr vorstellbar ist, sollte man sich rechtzeitig auf eine Preisspirale vorbereiten.
Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Eine erste Maßnahme könnte sein, sich über Billigstrom zu informieren und herauszufinden, ob, und wenn ja welcher Anbieter ihn in die Region liefert, in der man wohnt. Wer also zum Beispiel Strom in München bezieht und zu einem Anbieter mit billigerem Strom wechseln möchte, der gibt die Begriffe “Billigstrom” und “München” in die Suchmaschine ein und kann sich dann einen entsprechenden Überblick verschaffen.
Doch was ist Billigstrom eigentlich? Physikalisch unterscheidet er sich durch nichts von teurerem Strom. Der Begriff bezeichnet lediglich Strom, den ein Anbieter zu einem besonders günstigen Preis abgibt. Wie sich das für den Lieferanten rechnet, bleibt sein Betriebsgeheimnis oder ist das Ergebnis ausgeklügelter Mischkalkulationen. Eine Gemeinsamkeit freilich lässt sich landauf, landab bei allen Anbietern von billiger Energie beobachten: Der Strom muss im Voraus bezahlt werden.
Die Details dieses Vorab-Prinzips werden dann allerdings wieder höchst unterschiedlich gehandhabt. Eine Möglichkeit ist es, dass der Lieferant sich die Kosten für den geschätzten Jahresverbrauch im Voraus zahlen lässt. Nach Ablauf der zwölf Monate wird dann der tatsächliche Verbrauch errechnet und es wird entweder Geld zurückerstattet oder es wird eine Nachforderung erhoben. Ein anderes Modell sieht vor, dass der Kunde eine bestimmte Energiemenge im Voraus bezahlt und dann abruft. Je nachdem, wann die vorbezahlte Menge verbraucht ist, muss dann erneut gezahlt werden. Der Vorteil für den Verbraucher liegt im niedrigen Preis, für den Lieferanten rechnet sich die Methode, weil sie vor Zahlungsausfällen schützt und ihm eine gewisse Planungssicherheit gewährt.